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Die Geschichte des Kopfschmerzes ist schon sehr alt.
Erste Beschreibungen reichen zurück bis in das Jahr 1000 v.Chr. Auch beschrieb
Hippokrates (460-370 v.Chr.) schon die Migräne. Heute klagt bereits jeder 3.
Patient über Kopfschmerzen, was zur Folge hat, dass bereits in Deutschland ca.
500 verschiedene Schmerzmittel, die für die Therapie des Kopfschmerzes
entwickelt wurden, auf dem Markt sind. Dabei muß erwähnt werden, daß diese
Mittel zwar den Schmerz beheben, nicht aber die Ursache bekämpfen konnen.
Es ist also wichtig, den Kopfschmerz als ein Signal
des Körpers zu verstehen, das irgend etwas nicht in Ordnung ist.
Der wichtigste Punkt einer
erfolgreichen Kopfschmerztherapie ist die richtige Diagnose und der erste
Schritt hierbei ist die Anamnese. Es folgen die körperliche Untersuchung, und
erst wenn Hinweise auf organische Ursachen der Beschwerden zu finden sind,
werden zusätzliche apparative Untersuchungen benötigt.
Wenn Sie sich wegen Kopf- oder Gesichtschmerz in
medizinische Behandlung begeben, ist es wichtig, sich über folgende Punkte
Gedanke zu machen:
1. Seit wann bestehen die Kopfschmerzen?
Seit Jahren bestehender, immer wieder
auftretender Kopfschmerz, der von Aura,
Seh- oder Hörstörungen begleitet wird, ist z.B. ein Hinweis auf Migräne, deren
Ursache noch nicht geklärt ist.
Sind die seit längerer Zeit
bestehenden Schmerzen mehr oder weniger stark ausgeprägt, auch täglich
auftretend aber ohne neurologische Symptome, kann von einem
Spannungskopfschmerz ausgegangen werden. Kopfschmerzen neuartigen Charakters, die
innerhalb von Sekunden bis Minuten auftreten, bedeuten oft einen Notfall wie
z.B. Schädel-Hirn-Blutungen.
Tritt der Kopfschmerz innerhalb von
Tagen auf, kann z.B. eine Gehirnhautentzündung oder eine Hirnvenenthrombose die
Ursache sein.
Ausgeschlossen werden muß aber
immer auch ein Hirntumor.
2. Auslöser der Kopfschmerzen
Kopfschmerzen können ausgelöst werden durch Streß,
Wetterumschwung, Schlaf- mangel, Ernährung (Käse, Schokolade, Rotwein),
Menstruation, Schwangerschaft, Menopause und Pubertät; sowie durch
Bluthochdruck, technische Gifte und Medikamente, auch Schmerzmittel. Aber auch nach einer Gehirnerschütterung
oder durch Erkrankungen der Wirbelsäule
(vor allem der Halswirbelsäule), Erkrankungen der Augen, der Zähne oder
des Kiefers, der Nasenneben- oder der
Stirnhöhlen kann es zu Kopfschmerzen kommen.
3. Schmerzqualität
Je nach Ursache kann die
Schmerzqualität ganz unterschiedlich sein: z.B. ist ein pulsierendes, einseitige
Vorkommen mit Begleitsymptomen typisch für die Migräne; während dumpfe, länger
anhaltende Schmerzen einen Spannungskopfschmerz kennzeichnen können. Intensive, wie Stromstöße
einschießende Schmerzen treten bei
einer Trigeminusneuralgie auf.
Die Migräne ist ein ungeklärtes organisches Leiden mit immer
wieder auftretenden halbseitigen, pulsierenden Kopfschmerzen begleitet von
vegetativen Symptomen wie Übelkeit, Schwindel, Erbrechen. Ca. 10% der
Bevölkerung sind betroffen, Frauen häufiger als Männer.
Bei einer Migräneattacke kommt es zu einer sich über den
ganzen Kopf ausbreitenden elektrischen Untererregbarkeit und zu einer
Gefäßverengung.
Was Sie selbst tun können:
Erkennen, Vermeiden und
Beseitigen der schmerzauslösenden Faktoren
- Dies lässt sich gut durch ein Schmerztagebuch
bewältigen. So wird's gemacht: Tragen Sie
alle Beobachtungen in Ihren Schmerz- kalender ein. Notieren
Sie den Monat auf dem Plan. Tragen Sie
die Schmerzdauer ein und versuchen Sie die
Schmerzstärke und
-qualität zu erfassen: Sind die Schmerzen stark, mittel oder
schwach, sind sie bohrend, pochend oder dumpf? Beschreiben Sie auch die möglichen Begleiterscheinungen: Müdigkeit,
Übelkeit, Kältegefühl, Bewegungseinschränkung, Schwellung in Gelenken. Weiterhin
sollten Sie genau die Medikamenteneinnahme und andere Maßnahmen, wie z.B. Massagen,
Akupunktur, autogenes Training, Kältepackungen o.ä. aufzeichnen. Auch Angaben zum allgemeinen Wohlbefinden (Stress, Schlaf, Mittagsruhe) und
Ernährungsgewohnheiten sind
oft
nützlich, um Aussagen über verstärkende Faktoren oder Auslösemechanismen usw.
zu treffen. Führen Sie
Ihren Schmerzkalender so ausführlich wie möglich. Es kostet zwar vielleicht
etwas Zeit und
Mühe, aber gemessen an der wertvollen Lebensqualität, die Sie durch Schmerzen einbüßen,
ist die Zeit für diese Aufzeich- ngen gering und sicherlich eine Hilfe auf dem
Weg zu einer
Besserung!
- Streß aus dem Leben nehmen
- Auf eine ausgeglichene Lebensführung mit
gleichmäßigem Tages- und Schlaf-/Wachrhythmus achten.
- Entspannungsverfahren lernen
- Regelmäßige körperliche Aktivität (kein
Leistungssport)
- Auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achten.
Gibt es eine Migräne-Diät?
Eine Diät, die Kopfschmerzen oder Migräne vollständig
beseitigt, gibt es nicht. Tatsächlich können jedoch bestimmte Lebensmittel bzw.
deren natürliche Inhaltsstoffe Migräneanfälle begünstigen.
Oft werden tyraminhaltige Lebensmittel (z.B. Schokolade,
Bananen, Zitrusfrüchte, Avocados, eingelegte Heringe, Tomaten, Rotwein oder
Käse) als Auslöser einer Attacke beobachtet. Es lohnt sich also durchaus, zu
beobachten, ob nach dem Verzehr dieser Lebensmittel eine Attacke ausgelöst
wird. Ist dies der Fall, sollte der Verzehr dieser Lebensmittel zukünftig
reduziert oder vermieden werden.
Magnesiumversorgung
Es ist bekannt, dass die Versorgungslage mit dem
Mineralstoff Magnesium einen entscheidenden Einfluß auf die Häufigkeit von
Migräneattacken und die Zahl der Migränetage hat. Es ist also offensichtlich
wichtig, für eine ausreichende Versorgung mit Magnesium zu sorgen.
Der Bedarf an Magnesium liegt bei ca. 350 mg pro Tag. Diese
Menge ist z.B. in 3 l Milch, 500 g Mangold oder in 350 g Hagebutten enthalten.
Manchmal ist es schwierig, genügend Magnesium zuzuführen, um den notwendigen
Bedarf zu decken. Dies kann entweder durch eine konsequent gesunde Ernährung
mit magnesiumreichen Lebensmitteln geschehen oder durch eine gezielte
Unterstützung mit Nahrungsergänzungen.
Säure-Basen-Haushalt
Bei unausgewogener Ernährung (zuwenig Gemüse, Obst und
Frischkost, zuviel Fleisch, Fett und Süßes) kann eine Übersäuerung des
Organismus die Folge sein. Dies hat oft einen negativen Einfluß auf die
Häufigkeit oder Dauer von Migräneattacken. Eine gesunde Mischkost mit
genügender Basenzufuhr kann ein solches Ungleichgewicht verhindern helfen. Dies
kann entweder durch einen hohen Anteil an Salat und Gemüsen oder durch eine
gezielte Unterstützung mit Nahrungsergänzungen erreicht werden.
Manchmal kann mit der modifizierten Riegler Diät, die auch
für Allergiker eingesetzt wird, eine Verbesserung des Zustandes erreicht
werden. Hier die Übersicht und einige Hinweise zur Durchführung dieser Diät:
1. Woche:
Fleich
gekocht, gegrillt, gebraten
Salate mit Öl, Salz ohne Pfeffer u.
Essig
2-3 Äpfel o. Birnen tgl. aus biolog. Anbau kein Fisch
kein Kaffee
kein anderes Obst kein Vollkornbrot bzw.
Brot aus gekeimten Körnern
keine Kartoffeln und kein Vollkornreis
kein gekochtes Gemüse als Beilage
kein Schafskäse, Ziegenkäse
kein Alkohol
2. - 9. Woche Fleich
gekocht, gegrillt, gebraten
Fisch
Salate mit Öl, Salz ohne Pfeffer u.
Essig
2-3 Äpfel o. Birnen tgl. aus biolog. Anbau
Kaffee, falls verträglich
jedes anderes Obst außer Kiwi und Zitrusfrüchte gekochtes Gemüse als Beilage ab der 3. Woche Vollkornbrot, falls verträgl. bzw.
Brot aus gekeimten Körnern ab der 3. Woche Kartoffeln und kein Vollkornreis falls verträglich ab der 3. Woche Schafskäse, Ziegenkäse
ab der 9. Woche Alkohol Hinweis:
Diabetiker dürfen diese Diät nur in enger Zusammenarbeit mit
dem behandelnden Arzt durchführen!
Kopfschmerz-Tagebuch
Wenn Schmerzen über lange Zeit oder wiederholt auftreten,
sollten Sie Aufzeichnungen über Ihre Beobachtungen führen. Ein solches
Schmerztagebuch kann helfen, die Schmerzen besser einzu-ordnen. Weiterhin hat
dies folgende Vorteile:
- Sie können Ihrem Therapeuten den Schmerz präziser
schildern
- Der Therapeut kann leichter Rückschlüsse auf Auslöser
ziehen
- Sie behalten Übersicht über Ihre Medikamenteneinnahme
So wird's gemacht:
Wenn Sie die Aufzeichnung über mehrere Monate machen
möchten, kopieren Sie die Seite und tragen Sie alle Beobachtungen in Ihren
Schmerzkalender ein. Notieren Sie den Monat auf dem Plan.
Tragen Sie die Schmerzdauer ein und versuchen Sie die
Schmerzstärke und -qualität zu erfassen: Sind die Schmerzen stark, mittel oder
schwach, sind sie bohrend, pochend oder dumpf? Beschreiben Sie auch die
möglichen Begleiterscheinungen: Müdigkeit, Übelkeit, Kältegefühl,
Bewegungsein-schränkung, Schwellung in Gelenken.
Weiterhin sollten Sie genau die Medikamenteneinnahme und
andere Maßnahmen, wie z.B. Massagen, Akupunktur, autogenes Training,
Kältepackungen o.ä. aufzeichnen. Auch Angaben zum allgemeinen Wohlbefinden
(Stress, Schlaf, Mittagsruhe) und Ernährungsgewohnheiten sind oft nützlich, um
Aussagen über verstärkende Faktoren oder Auslösemechanismen usw. zu treffen.
Führen Sie Ihren Schmerzkalender so ausführlich wie möglich.
Es kostet zwar vielleicht etwas Zeit und Mühe, aber gemessen an der wertvollen
Lebensqualität, die Sie durch Schmerzen einbüßen, ist die Zeit für diese
Aufzeichnungen gering und sicherlich eine Hilfe auf dem Weg zu einer Besserung!
Was die Schulmedizin für Sie
tut:
1. Acetylsalizylsäure (Aspirin) oder
Paracetamol mit Antiemetika im Akutfall
2. bei Versagen dieser Mittel Triptane
3. Betablocker oder Kalziumantagonisten über
mind. 3 Monate
Was diese Praxis Ihnen
anbieten kann:
1. Erhebung der Kopfschmerzanamnese einschl.
ausführlicher körperlicher Untersuchung
2. Erlernen von Entspannungstechniken
3. Ohr- / Körper-Akupunktur
4. Injektionstherapien
5. Komplex- / Homöopathie, Pflanzenheilkunde
6. Symbioselenkung des Darms
7. ausleitende Verfahren
8. Wirbelsäulentherapie
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